Umweltmanagement im Raum der Kirchen

Die Bewahrung der Schöpfung ist eine Kernaufgabe der Kirche. Im Jahr 2001 wurde in Übereinstimmung mit dem europäischen Ökoaudit EMAS für Kirchengemeinden mit ihren ehrenamtlichen Strukturen bundesweit das Umweltmanagement "Grüner Gockel" entwickelt. Im Jahr 2004 haben auch die ersten von mittlerweile 100 badischen Gemeinden begonnen, den "Grünen Gockel" einzuführen. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren und dadurch die Umwelt und das Klima zu schonen und nicht zuletzt Geld einzusparen.

Es handelt sich um eine bundesweit ökumenische Initiative, an der in Deutschland schon über 700 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen teilnehmen. Dabei geht es um ein System zur Erfassung, Bewertung und Reduzierung der Umweltauswirkungen in einer kirchlichen Einrichtung oder Kirchengemeinde – bewertet werden Verbrauch und Kosten von Heizenergie, Strom, Wasser, Abfall, Papier, ebenso wie Einkauf, Umwelt-Pädagogik, Kommunikation.

Das bedeutet für uns konkret:

  • Wir verstehen die Verantwortung für die Umwelt als Teil des Schöpfungsauftrags Gottes an uns und darum als eine der Kernaufgaben unserer Gemeinde.
  • Wir achten beim Verbrauch von Ressourcen auf nachhaltige Klima- und Umweltverträglichkeit und sind bereit, dafür höhere Preise in Kauf zu nehmen.
  • Wir achten auf größtmögliche Sparsamkeit sowohl beim „Input“ von Energie und Material als auch beim „Output“ von Müll. Bereits beim Einkauf achten wir auf die Umweltverträglichkeit des beim Verbrauch produzierten Abfalls (z.B. Putzmittel).
  • Wir achten ursprüngliche Strukturen in Natur und Gesellschaft und behandeln sie möglichst schonend. Das betrifft z. B. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Pflanzen und Tieren in ihren Lebensräumen. Bei Einkauf und Verzehr tierischer Produkte achten wir auf artgerechte Tierhaltung.
  • Wir wollen durch vorbildliches Unweltverhalten zur Bewusstseinsbildung in unserer Stadt und in unserem Land  beitragen.
  • Unsere Gemeindemitglieder werden durch Information, Gesprächsangebote, Umweltgottesdienste und Einladung zur Mitarbeit motiviert, sich am GRÜNEN GOCKEL zu beteiligen. Die bei uns lebenden Kinder und Jugendlichen erhalten die Gelegenheit, sich mit der Umwelt, ihrer Bebauung und ihrer Bewahrung ihrem Alter entsprechend auseinanderzusetzen.

 


Letzte Änderung von: Antje Löffel
Letzte Änderung am: 16.05.2014 12:35 Uhr