Der Grüne Gockel / kirchliches Umweltmanagement

Umwelttipp

„Veggie Day“ (fleischloser Tag) - eine gute Idee?

Erst einmal die Fakten:

- zu hoher Fleischkonsum schädigt Herz und Kreislauf. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung e.V. sollten Fleisch und Wurst nur in Maßen genossen werden.

- Die Viehwirtschaft erzeugt weltweit mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor und verbraucht enorme Mengen an Wasser.

- Trog oder Teller: Fleischerzeugung verstärkt den Hunger in der Welt. Auf einem Drittel der weltweit verfügbaren Ackerfläche werden schon Futtermittel angebaut, während 870 Millionen Menschen hungern. Sieben Kilogramm pflanzliches Eiweiß ergeben im Mittel nur etwa ein Kilogramm tierisches Eiweiß. In Deutschland werden über 60% der Getreideernte an Nutztiere verfüttert.

- Rinder können als Wiederkäuer Zellulose aus Gras und Ganzpflanzen (Maissilage) verarbeiten, erzeugen aber das klimaschädliche Methan. Schweine und Geflügel werden hauptsächlich mit Getreide und Ölsaaten gefüttert, darunter große Mengen Soja aus Nord- und Südamerika, wo der Anteil an gentechnisch verändertem Soja über 90% liegt.

Die Idee eines fleischlosen Tages (Veggie Day) wurde im gerade entschiedenen Bundestagswahlkampf sehr schlecht „vermarktet“, ist aber - selbstverständlich auf freiwilliger Basis - gut für Sie selbst und für unser Klima.

Wie wär´s mal mit mehr Gemüse und Getreide?


Letzte Änderung von: Antje Löffel
Letzte Änderung am: 05.02.2017 19:10 Uhr